Archiv des Autors: admin

Pressemitteilungen

Hier finden Sie alle Presse-Mitteilungen von green energy against poverty in chronologischer Reihenfolge.

Einige PMs sind zusätzlich in Englisch verfügbar; der Inhalt ist jeweils identisch, die Sprache geht aus dem Titel hervor.

PM 24 – Endlich kochen ohne Qualm

Download als PDF: PM 24 – Kochen ohne Qualm

Bonn, 24.8.2017

Neue, holz-sparende Herde verbessern das Leben indischer Frauen

Zwei Töpfe, etwas Lehm, ein paar dürre Zweige, fertig ist der Herd. Auf solchen dürftigen Feuerstellen kochen Frauen in Indien die Mahl­zeiten für ihre Familien – und atmen dabei große Mengen gift­iger Ab­gase ein. Der Holzverbrauch der ineffizienten Kochstellen ge­fähr­det die Ökosysteme. Neue Herde spar­en Biomasse und Emission­en. Ein Projekt von green energy against poverty bringt Hoffnung. Weiterlesen

Erdüberlastungstag: 2. August

Alles weg – Die Vorräte für 2017 sind verbraucht, Nachschub gibt es erst 2018

Die nachhaltig nutzbaren Ressourcen, die die Erde für pro Jahr liefert, sind am 2. August aufgebraucht. Ab dem „Erdüberlastungstag“ leben wir also bis zum Jahresende praktisch auf Kredit von zukünftigen Generationen. Darauf weisen Umweltorganisationen wie Germanwatch und BUNDjugend hin.

„Die Erde ist kein Online-Shop mit scheinbar unbegrenztem Angebot. Jetzt ist der Laden leer. Alles, was wir ab heute verbrauchen, ist Diebstahl an künftigen Generationen“, sagt Christoph Röttgers von der Naturschutzjugend: „Es ist Aufgabe der Politik, das zu verhindern.“ Robin Stock von FairBindung ergänzt: „Grenzenloses Wirtschaftswachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen nicht möglich.“

Um den Bedarf natürlicher Ressourcen (Wälder, Ackerland, Fischgründe etc.) zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung rechnerisch 1,7 Erden. Würden alle Länder der Welt so wirtschaften wie Deutschland, wären sogar 3,2 Planeten erforderlich – denn bei uns tragen CO2-Emissionen und Verbrauch von Acker- und Waldflächen zum enormen ökologischen Fußabdruck bei. Der globale Erdüberlastungstag ist im Vergleich zum Vorjahr erneut um sechs Tage nach vorn gerückt, die Überlastung nimmt also weiterhin zu.

Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung erreicht ist (Earth Overshoot Day). Dabei werden zwei rechnerische Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen, zum anderen der Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise verbrauchen. Der Erdüberlastungstag für Deutschland lag sogar schon am 24. April 2017.

Deshalb fordert Johanna Kusch von Germanwatch die künftige Bundesregierung zum Handeln auf: „Die CO2-Emissionen in Deutschland müssen nach Jahren der Stagnation endlich wieder sinken.“ Kira Heinemann von BUNDjugend bringt es auf den Punkt: „Wir leben und wirtschaften ungehemmt zulasten der Menschen im Globalen Süden und künftiger Generationen.”

Factsheet zum Erdüberlastungstag: www.germanwatch.org/14153

Klimawandel: die Armen in Asien werden besonders leiden

Gerade die Länder Asiens und Ozeaniens wird der Klimawandel besonders schlimm treffen. Mehr Wirbelstürme, Malaria, Trinkwassermangel und Hunger werden die Folge sein. Am schlimmsten betroffen sind die Armen. Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK und der Asiatischen Entwicklungsbank ADB.

Aufgrund des Temperaturanstieges könnte die Ernte des wichtigsten Grundnahrungsmittels Reis um die Hälfte fallen; sinkendes Angebot und steigende Preise würden zu mehr Hunger führen. In der Region leben zwei Drittel der Armen der Welt. „Die Länder tragen das höchste Risiko, tiefer in Armut und Katastrophen zu versinken“, sagt Bambang Susantono, Vizepräsident der Entwicklungsbank. „Die globale Klimakrise ist mit Sicherheit die größte Herausforderung, mit der die menschliche Zivilisation im 21. Jahrhundert konfrontiert ist. Und Asien und Ozeanien stehen dabei im Mittelpunkt.“

Bereits jetzt führen extreme Klimaereignisse in vielen Ländern zu Schäden, die mehr als ein Prozent der Wirtschaftsleistung kosten – und viele Todesopfer. Selbst bei einem Anstieg der Temperaturen auf zwei Grad werden die Folgen schwerwiegend sein. „Vier Grad Temperaturerhöhung würde zu humanitären Katastrophen und nicht mehr zu handhabenden Flüchtlingsströmen führen“, sagt Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. Wenn nicht schnell und radikal gehandelt wird, wird die Temperatur allerdings zum Ende des Jahrhunderts in Asien im Durchschnitt um 6 Grad höher liegen. Länder wie Afghanistan, Pakistan und der Nordwesten Chinas müssen sogar mit 8 Grad rechnen.

Es ist also höchste Zeit zu handeln. Auf der nächsten Weltklimakonferenz haben die Regierungen der Welt die Möglichkeit dazu.

 

Sommer im März

Wunderbare Frühlingstage – nur etwas zu früh

Warmes und sonniges Wetter – so macht der Frühling Spaß! Genau genommen sind es schon Sommertage: schon Ende März (31.3.) wurden an 21 Wetterstationen 25 Grad und mehr gemessen, in Offenburg waren es sogar 25,6 Grad. Ab 25 Grad sprechen die Meteorologen von einem „Sommertag“. Mit diesen Extremen und der hohen Durchschnittstemperatur war 2017 der wärmste März seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen – also seit 1881.

Die ersten Frühlingsblumen blühen schon

Während vielen Menschen klar ist, dass das etwas mit dem beginnenden Klimawandel zu tun haben könnte, werden munter Fakten geschaffen: der neue US-Präsident Donald Trump hat Klimaschutzgesetze seines Vorgängers Obama rückgängig gemacht. US-Kohlekraftwerke können jetzt wieder mehr klimaschädliches CO2 ausstoßen. Energie muss lt. Trump billig sein – für den Dreck zahlen ja erst spätere Generationen. Und natürlich die Armen der Welt, durch rapide Umweltveränderungen.

Dabei ist es weder teuer noch kompliziert, verantwortlich zu handeln. Und jeder kann es tun: z.B. zu einem Ökostrom-Versorger wechseln. Denn auch mit Erneuerbaren Energien gehen die Lichter nicht aus.

 

Schnee-Chaos abgesagt – 1 Grad zu warm

Welchen Unterschied schon geringe Temperaturschwankungen machen können, war heute im Rheinland zu bestaunen: das angekündigte Schnee-Chaos blieb aus, die Unwetter-Warnungen blieben folgenlos – weil es ein Grad wärmer war als berechnet. Deshalb gab es nur Schneeregen statt der befürchteten 30 cm Neuschnee. Glück gehabt?

Ein Grad Temperaturabweichung, das ist in Zeiten des Klimawandels ein Klacks. Aktuell gibt es im Polar-Meer weniger Eis als je zuvor – weil es am Nordpol trotz der Finsternis der anbrechenden Polarnacht satte 20 Grad wärmer ist als gewöhnlich ist: „Crazy“, meint der „Spiegel“. Unter dem Titel „Nichts zu leugnen“ weist das Magazin darauf hin, daß sich die Natur nicht an die Klimaskepsis der (neuen) politischen Eliten hält. Die Konsequenz sei klar: „Niemand sollte sich einreden lassen, Fakten seien eine Glaubensfrage.“ Schließlich können wir alle den Klimawandel auch bei uns schon spüren – wenn wir nur wollen.

Dann müssen wir nur noch handeln…

PM 23 – Solar-Lampen schenken Kindern Licht und Hoffnung

Download als PDF: PM 23 – Solar-Lampen schenken Kindern Licht und Hoffnung

Bonn, 9.12.2016

Auf Inseln im indischen Ganges-Delta verbessert ein Projekt von green energy against poverty das Leben der Kinder

So könnte das Paradies aussehen. Wiegende Palmen, grüne Reis­felder. Der kleine Sunil spielt mit seinem „Freund“, einem Kälb­chen. Doch die Idylle täuscht: die Menschen hier sind bettel­arm.

In Sunils Dorf auf einer Insel im Ganges-Delta fehlt es an allem: es gibt keine Stra­ßen, keine medizinische Hilfe, keinen Strom und kein sauberes Trinkwasser. Die grünen Reis­felder werden Weiterlesen

Beitrag im Energiewende-Magazin der EWS

„Licht spenden – Hoffnung geben“

Die „Elektrizitätswerke Schönau EWS“ unterstützen green energy against poverty e.V. seit vielen Jahren. Als reiner Ökostromversorger ist die EWS eine Genossenschaft, und fördert greenap-Genossenschaften von Solarlampen-Nutzern zur Armutsbekämpfung in Indien.

Das Energiewende-Magazin der EWS

Das Energiewende-Magazin der EWS

In der ersten Ausgabe ihres neuen Energiewende-Magazins hat die EWS unsere Arbeit porträtiert. Der Autor Christoph Gurk schreibt auch für Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, taz etc. und beschreibt, wie wichtig die Solar-Lampen mit ihrem hellen Licht für die Armen sind, die bisher nur alte Petroleum-Lampen zur Verfügung hatten. Mehr als 10.000 Menschen können in den Projekten bereits Solar-Lampen nutzen. Mit dem hellen Licht können Kinder besser lernen. Familien erwirtschaften in den langen Abendstunden etwas Einkommen. Und Frauen geben die Solar-Lampen Sicherheit, wenn sie sich nachts außerhalb des Hauses bewegen (z.B. beim Gang zur Toilette).

So können Solar-Lampen Armut bekämpfen und Hoffnung geben – für sehr überschaubare Kosten. Mit wenig Geld kann viel erreicht werden, weil in der Genossenschaft der Solar-Lampen-Nutzer die zur Aufladung der Akkus erforderlichen Solar-Paneele geteilt werden. Nur 5 EUR kostet eine solare Lese-Lampe, mit der ein Kind endlich richtig lernen kann – und Bildung ist Zukunft. Mit einer großen Solar-Lampe für 50 EUR hat eine ganze Familie Licht.

Mit einer kleinen Spende können Sie armen Menschen Hoffnung geben!
Link zur sicheren Online-Spende hier

zum Beitrag: Energiewende-Magazin – Licht spenden, Hoffnung geben

Computer vergiften Klima

Große Player, große Computer, viel Abwärme

Allein der Internet-Konzern google soll seit Mitte 2013 für mehr als 25 Prozent des gesamten Datenstroms im Internet verantwortlich sein –  ein Wachstum um den Faktor vier innerhalb von drei Jahren,  schreiben die Internet-Analysten von Deepfield in ihrem Blog. In den USA sei google von der Zahl der erreichten Endgeräte her (PCs, Smartphones und Tablet Computer, etc.) größer als Facebook, netflix und Twitter zusammen. Mehr als 60 % der Endgeräte würden an einem typischen Tag mit Servern von google in Kontakt treten. Und auch diese Daten würden den Einfluß nur ungenau wiedergeben, den google über Dienste wie google analytics und Werbeprogramm mittlerweile im Internet habe.

Rechner und Server produzieren so viel Abwärme, dass sie sogar als Heizungen genutzt werden können. Der Informatik-Professor Christof Fetzer von der TU Dresden heizt sein Haus (incl. Heisswasser) mit einem Rechner, der 3,6 KW Heizleistung (= Abwärme) produziert. Über das Internet ist der Server mit anderen Geräten verbunden, die zusammen ein virtuelles Rechenzentrum bilden. Mit seiner Firma Ao Terra vermarktet Fetzer solche kombinierten virtuellen Rechenzentren / „Daten-Öfen“ (data furnace) als Serverheizungen.

Quelle: deepfield.net/blog/ vom 22.7.2013