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Nicholas Stern: „Erderwärmung beschleunigt sich“

Der frühere Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, hat gewarnt, dass der Klimawandel drastischer ausfallen könnte als bisher angenommen. Ohne Eindämmung der Kohlendioxid-Emissionen liege die Wahrscheinlichkeit, dass die Durchschnittstemperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit binnen eines Jahrhunderts um 5 Prozent steige, bei 50 Prozent, sagte Stern am Dienstag vor dem Internationalen Währungsfonds in Washington.

Stern hatte 2006 in einer einflussreichen Studie die Gefahren des Klimawandels aufgezeigt. Gegenüber seiner damaligen Prognose hätten die C02-Emissionen und die Effekte der Erderwärmung noch mal zugenommen, sagte Stern. Schon bei einem Anstieg des Meeresspiegels von zwei Metern müssten vermutlich mehrere hundert Millionen Menschen umsiedeln. Selbst wenn die Staatengemeinschaft die Versprechen der Klimakonferenz von 2010 verwirkliche, sei die Welt auf dem Weg zu einer Erwärmung von 4 Grad.

FAZ 4.4.13

PM 10 – Durchbruch für Solarlamen in Indien

Download als PDF: PM 10 Durchbruch für Solarlampen in Indien

Bonn, 22. Februar 2013

Solare Leselampen für 1,6 Millionen Schulkinder

Durchbruch für dezentrale Solarenergie in Indien

Ein indischer Bundesstaat verteilt kostenlos Solarlampen an 1,3 Milli­on­en arme Familien, statt weiter Petroleum für Lampen zu bezu­schuss­en /
Hochwertiges Licht statt Subventionen für fossilen Brennstoff

Der zentralindische Bundesstaat Chhattisgarh hat entschieden, allen Haushalten in Dörfern ohne Stromanschluss kostenlos Solar-Lampen zur Verfügung zu stellen. Davon profitieren 1,3 Millionen arme Familien. Zusätzlich erhalten 1,65 Millionen Schulkinder Solare Leselampen für ihre Hausaufgaben. Finanziert wird das Gross­projekt durch die Einsparungen an Subventionen: weil die Solarlampen die bisher verwendeten Petroleumlampen ersetzen, deren Brennstoff vom Staat bezuschusst wird, werden sich die Kosten nach kurzer Zeit amortisieren. Neben dem Staat sparen auch die Menschen das bisher für Brennstoff benötigte Geld. Die neuen Lampen geben mindestens fünf mal mehr Licht und halten 10 Jahre. Zum Einsatz kommen Geräte des indischen Herstellers THRIVE, langjähriger Technologie-Partner der Bonner Hilfsorganisation green energy against poverty.

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PM 9 – Sicherheit für indische Frauen durch Solarlampen

Download als PDF: PM 9 Sicherheit für indischen Frauen durch Solarlampen

Bonn, 14. Januar 2013

Mehr Sicherheit für indische Frauen durch Solarlampen

Besserer Schutz durch besseres Licht – tragbare Lampen helfen

Nach den schrecklichen Verbrechen in Indien fordern Frauen mehr Sicherheit. Schutz bietet auch besseres Licht – und Solarlampen in einem Hilfsprojekt von green energy against poverty

Licht gibt Sicherheit. Diese simple Tatsache bedeutet einen entscheidenden Unter­schied im Alltag indischer Frauen, insbesondere auf dem Lande; und deshalb haben die Solarlampen-Projekte von green energy against poverty nicht nur große Entwicklungs­wirkungen, sondern stärken auch die Sicherheit. Das beginnt schon beim Gang zur Toilette: die einfachen Hütten der Armen haben kein elektrisches Licht, kein Badezimmer und kein Klo. Deshalb bleibt den Frauen nur, sich hinter einem Busch zu verstecken – während der Dämmerung am Morgen und Abend. Im Halbdunkel kommt es immer wieder zu Belästigungen; eine tragbare Lampe wehrt mögliche Täter ab.

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Unterschätzte Kosten des Klimawandels

„Wenn gegen den Klimawandel nichts unternommen wird, werden die Kosten den Verlust von schlimmstenfalls 20 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts entsprechen – jedes Jahr, jetzt und für immer.“

Sir Niclas Stern, 2006

„Ich habe die Kosten unterschätzt“

Sir Niclas Stern, Technology Review 2011
nach: Neue Energie 11/2012, S. 26

PM 8 – Solarlampen für Schulkinder in Calcutta

Download als PDF:  PM 8 Solarlampen für Schulkinder in Calcutta – Eröffnung Solarkiosk

Bonn, 17. Dezember 2012

Mit Solarstrom und Bildung aus der Armut

Solare Lese-Lampen für Slumkinder in Calcutta

Hilfsprojekt für Indische Schul­kinder von green energy against poverty / Kofinanzierung mit Deutschem Generalkonsulat in Calcutta

450 Kinder in vier bedürftigen Dorfschulen bei Calcutta erhalten in den nächsten Tagen solare Lese-Lampen. Die kleinen Geräte mit einer weißen LED geben deutlich mehr Licht als die bisher ver­wen­deten Petroleum-Lampen. In Dörfern ohne Strom sind Kinder auf Lampen an­ge­wiesen, um in der früh hereinbrechenden Dunkelheit ihre Haus­auf­­gaben zu machen. Mit besserem Licht können sie besser lernen, und Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft. Für dieses Pro­jekt zur Armuts­bekämpfung mit Erneuerbaren Energien hat die Bonner Hilfs­organi­sation green energy against poverty das Deutsche General­­konsulat in Calcutta als Kofinanzierungs­partner gewinnen können.

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Ohne Klimaschutz drohen dramatische Katastrophen

Ohne wirksamen Klimaschutz drohen dramatische Katastrophen, vor allem in Entwicklungsländern, warnte Peter Mucke, Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft.

„Unsere Vorsorgemaßnahmen und die Hilfe vor Ort werden gefährdet, wenn sich die Klimaextreme häufen. Klimaschutz und Katastrophenschutz stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Das verstärkte Auftreten von Klimaextremen wie heftigen Stürmen, Starkregen und langanhaltenden Dürren ist inzwischen ein Fakt. Das zwingt zum Handeln“, stellte Mucke klar.

Allein in der Dekade zwischen 2002 und 2011 wurden gemäß WeltRisikoBericht 2012 von Bündnis Entwicklung Hilft weltweit 4.130 Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürren, Erdbeben oder Wirbelstürme dokumentiert. Ihnen fielen mehr als eine Million Menschen zum Opfer, der ökonomische Schaden belief sich auf mindestens 1,195 Billionen US-Dollar.

Besonders gefährdet durch den Klimawandel sind die Küstengebiete: Mehr als 634 Millionen Menschen leben rund um den Globus in direkter Nähe zu Küsten, davon mehr als die Hälfte (56,8 Prozent) in städtischen Ballungszentren. „Werden die Ballungszentren von Wirbelstürmen oder Überschwemmungen getroffen, bedeutet dies höchste Lebensgefahr und schwerste Schäden in den Küstenstädten“, warnte Peter Mucke.

Dabei wäre ein nachhaltiger Küstenschutz möglich: durch Eindämmung des Klimawandels und durch natürliche Schutzmaßnahmen. Bei diesen werden etwa Feuchtgebiete renaturiert, Korallen und Mangroven gezielt angepflanzt und gepflegt und so die natürlichen Eigenschaften von Küstenlebensräumen – wie die Wellenbrecherfunktion von Korallenriffen – gezielt genutzt, um Gefahren zu senken und Risiken zu verringern.

Quelle: www.entwicklung-hilft.de, 6.12.2012

Klimawandel – Tatenlosigkeit gefährdet Menschenleben

Auf die verheerenden Auswirkungen der globalen Erwärmung in Entwicklungsländern hat Caritas international in Doha aufmerksam gemacht. „Als Katastrophenhilfswerk erleben wir die Auswirkungen der Tatenlosigkeit im Kampf gegen den Klimawandel in unseren Projektländern tagtäglich. Die Zunahme an Naturkatastrophen ist erschreckend und nicht zuletzt auch auf den Klimawandel zurückzuführen“, erklärte Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Dabei seien die aus dem Klimawandel erwachsenden Gefahren, so Müller, für die Menschen weltweit sehr ungleich verteilt: „Das Risiko in Entwicklungsländern aufgrund einer Naturkatastrophe zu sterben ist bis zu 100fach höher als in Industrieländern.“

Seit den 1960er Jahren hat sich die Zahl der Opfer von Naturkatastrophen nach Angaben des das Hilfswerks der deutschen Caritas verneunfacht. Insbesondere die Häufigkeit und die Intensität von Wirbelstürmen nehme aufgrund der Aufheizung der Weltmeere stetig zu. Während die Industriestaaten jedoch in der Lage seien, sich vor den Gefahren der Erwärmung zu schützen, seien die Menschen in Entwicklungsländern den Naturgewalten oftmals weitgehend schutzlos ausgeliefert. So forderten einer Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zufolge Wirbelstürme zwischen 1980 und 2002 in den USA im Durchschnitt 17 Todesopfer, in Bangladesch aber fast 2000.

Caritas international setzt sich für die Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen in Industrieländern ein und treibt zugleich die Katastrophenvorsorge in Entwicklungsländern voran. „Wir müssen beide Wege gehen“, sagte Müller. „Die Menschen müssen in die Lage versetzt werden, sich dem Klimawandel anzupassen. Dabei erzielen wir gute Erfolge, zum Beispiel mit Hurrikan-Schutzbauten in Bangladesch und der Dürre-Prävention in Afrika. Wir müssen aber auf der anderen Seite auch dafür sorgen, dass die politisch vereinbarten Klimaschutzziele erreicht werden.“

Der UN-Klimagipfel beginnt am 26. November in Doha (Katar). Die Konföderation der 162 Caritasverbände wird mit fünf Delegierten aus Italien, Indien, Kenia und der Mongolei in Doha vertreten sein. Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

www.caritas-international.de